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Sonntag, 5. September 2010
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Haus- und Grundeigentümerverein Göttelborn e.V. 1947

 

 In den Nachkriegsjahren herrschte in Deutschland und an der Saar, bedingt durch die vielen im Krieg zerstörten Wohnungen, allgemeine Wohnungsnot. Der vorhandene Wohnraum wurde zwangsbewirtschaftet, das heißt dem Eigentümer wurde vom zuständigen Wohnungsamt – je nach Größe der eigenen Familie – entsprechender Wohnraum zugestanden, den Rest musste er vermieten. Dabei kam es sehr oft zu Zwangseinweisungen, wenn der Eigentümer mit dem zugewiesenen Mieter nicht einverstanden war. Eine eigene Auswahl konnte nicht getroffen werden. In solchen Fällen war der Hauseigentümer gegenüber der Behörde – dem Wohnungsamt – auf sich alleine gestellt. Eventuelle Räumungsklagen musste er vor Gericht, oftmals ohne entsprechende Rechtskenntnisse, selbst durchführen. Aus dieser Zwangslage strebten die Hauseigentümer einen Zusammenschluss in örtlichen Vereinen an.
Im April 1947 wurde in Göttelborn auf Initiative von Thomas Maurer der Haus- und Grundeigentümerverein Göttelborn ins Leben gerufen. In der Gründungsversammlung im Gasthaus „Detemple“ wurde folgender Vorstand gewählt:
1. Vorsitzender: Thomas Maurer
2. Vorsitzender: Helmut Ehrlich
Schriftführer: Bernhard Schlick
Kassenwart: Peter Backes
Beisitzer: Ernst Stein, Willi Martin, Oskar Bonner
Die nach und nach in fast allen Orten gebildeten Haus- und Grundeigentümervereine wurden in einer Dachorganisation dem „Landesverband“ zusammengeschlossen. Dieser hatte in seinen Reihen auch Fachjuristen, die in Vorträgen die Mitglieder berieten und auch vor Gericht vertraten.
Die allgemeine Wohnungsnot gehörte längst der Vergangenheit an und es beschäftigten andere Sorgen und Nöte die Hausbesitzer. In den vom Bergbau betroffenen Gemeinden waren es die Bergschäden, die oftmals zu Streitigkeiten zwischen den Betroffenen und dem Verursacher – dem Bergbaubetreiber – führten. Auch von den Gemeinden fühlten sich die Hauseigentümer ungerecht behandelt, wenn es um die Einführung der Straßenbausatzung und die Erhebung von Anliegerleistung ging.
Aufgaben und Ziele des Vereins sind es, durch den Zusammenschluss mit allen anderen gleichartigen Vereinen im Verband der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer des Saarlandes seinen Teil zur Durchsetzung der Rechte der Eigentümer beizutragen und die örtlichen Interessen der Eigentümer wahrzunehmen sowie seine Mitglieder zu betreuen.
In allen Angelegenheiten können die Mitglieder auf eine starke Rückendeckung durch den Verein vertrauen.
1973 übernahm Franz Stutz den Vorsitz von Thomas Maurer, der diesen Posten fast 25 Jahre innehatte.
Damals entstanden eine Reihe juristischer und gesetzgeberischer Probleme. Schon vor dem Wechsel in Bonn war ein Durchbruch im Sinne des privaten Haus- und Grundeigentums gelungen. Private Initiativen wurden mehr gefördert um den Wohnungsbau zu fördern. Die wohnungspolitische Gesetzgebung anfangs der 70er Jahre hatte dem privaten Mietwohnungsbau fast zum Erliegen gebracht. Nur größere Rechte des Hauseigentümers konnte dies beleben. Bundeskanzler Kohl leitete dies damals in die Wege, Wohnungsbauminister Schneider konkretisierte es.
1982 feierte der Verein sein 35-jähriges Bestehen mit vielen Ehrungen für besondere Verdienste. Die silberne Ehrennadel erhielten damals Georg Bergmeir, Albrecht Johänntgen und Nikolaus Schorr. Die goldene Nadel erhielt Herbert Bock für 17 Jahre Vorstands-/Kassierertätigkeit.
1985 gab Franz Stutz nach 12 Jahren den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen an Jan van den Born ab. Zum damaligen Vorstand gehörten Hans Borner, Hans Kalmes, Klaus Schorr, Franz Stutz, Georg Bergmeir, Engelbert Rieger.
1992 übernahm Hans Borner den Vorsitz des Vereins, der am 03.10.1997 sein 50-jähriges Bestehen mit einem gelungenen Familienabend in der Mehrzweckhalle feiern konnte. Dabei durfte Hans Borner 54 Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein mit einem gravierten Zinnteller ehren.
Im Jahre 2000 wurde Peter Becker zum 1. Vorsitzenden gewählt, Hans Borner erhielt bis zu seinem Tod den Ehrenvorsitz.
2005 gab Peter Becker aus nicht bekannten Gründen den Vorsitz ab und Roland Maurer übernahm das Erbe seines Großvaters aus der Gründungszeit.
Die Vereinsvorsitzenden der 60 Jahre im Überblick:
1947 – 1973  Thomas Maurer
1973 – 1985  Franz Stutz
1985 – 1992  Jan van den Born
1992 – 2000  Hans Borner
2000 – 2005  Peter Becker
2005 - ???  Roland Maurer

 

Der aktuelle Vorstand des H. u. G. Göttelborn:

1. Vorsitzender:
 Roland Maurer
 
2. Vorsitzender:
 Edith Maria Groß
 
Schriftführer:
 Herbert Groß
 
1. Kassenwart:
 Bernhard Hüpchen
 
2. Kassenwart:
 Theo Bieler
 
Beisitzer:
 Gerda Hell
 
 
 Hugo Hubig
 
 
 Georg Bergmeir
 
 
 Anne Kolling
 
Kassenprüfer:
 Theresia Hubig
 
 
 Peter Saar
 

 

 

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